Pheromone dienen der Kommunikation

Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen sind Pheromone nichts anderes als Botenstoffe, welche für die Kommunikation zwischen Lebewesen verantwortlich sind, die derselben Art angehören. Diese chemischen Verbindungen bzw. organischen Moleküle werden auch Ecto-Hormone genannt und vorwiegend von Insekten freigegeben. Der Zweck der Ausschüttung der Pheromone ist jener, dass damit den Artgenossen bestimmte Signale übermittelt werden sollen. Der Hauptgrund liegt aber darin, dass damit in erster Linie ein Sexualpartner angelockt werden soll. Sie werden auch dann freigesetzt, um Futterplätze zu markieren bzw. um bestimmte Territorien abzugrenzen. Von der Funktion her, werden Pheromone in mehrere Klassen eingeteilt. Diese sind unter anderem Aggregationspheromone, Sexualpheromone, Spurpheromone, Alarmpheromone etc. Bezogen auf die Wirkung existieren vier bekannte Pheromone: die Releaser-, Signal-, Modulator- und Primer Pheromone. Im Mittelpunkt rund um die Erforschung der Pheromone steht das Pheromon der Honigbiene. Dieses spezielle Pheromon besteht aus mehreren verschiedenen Substanzen, welche die Biene im Stock und in der Umgebung verstreut und somit alle anderen Bienen des Volkes in deren Verhalten steuert.

Künstliche und menschliche Pheromone

Im Labor und in der chemischen Industrie hergestellte Pheromone werden vor allem in der Bekämpfung von Schädlingen verwendet. Am Markt befinden sich zurzeit synthetisch hergestellte Pheromone von allen gefährlichen Schmetterlings- und Käferschädlingen (z. B. Fichtenborkenkäfer, Blattwespen, Miniermotten), die aber vorwiegend für die Erforschung des Verhaltens der Schädlinge eingesetzt werden. Für eine gezielte Bekämpfung der Schädlinge werden diese Substanzen nur in Ausnahmefällen angewendet. Mittlerweile ist es der Wissenschaft gelungen, auch beim Menschen Pheromone nachzuweisen, die ebenfalls das Sexualleben wesentlich beeinflussen. Derzeit sind mehr als 50 verschiedene Stoffe bekannt, wie die Botenstoffe Androstenen und Kopuline. Gewisse menschliche Pheromone findet man auch als Zusatzstoffe in Damen- und Herrenparfüms, um auch zwischen den beiden Geschlechtern eine gewisse zu übermittelnde Botschaft zu verstärken. Auf alle Fälle sollen diese Parfüms aber die Anziehungskraft von Frau und Mann erhöhen.